Am 17. März war also mein Mann auf dem Arbeitsamt, um sich arbeitslos zu melden. Anschließend mussten wir wegen der Zahlung von Leistungen zur ARGE, da er ja nur "theoretisch" arbeitslos ist und nicht praktisch... Heißt, dass der Arbeitgeber die Frist nicht eingehalten hat. Aber von irgendwoher mussten wir ja Geld bekommen, also auf zur ARGE. Antrag abgeholt. Alles ausgefüllt, kopiert, besorgt, getan und gemacht. Beim Termin auf der ARGE sind wir uns vorgekommen wie Menschen zweiter Klasse. Haben Sie ein Alkoholproblem? Haben Sie ein Drogenproblem? Psych. Probleme? Ich wusste gar nicht, dass die sowas fragen dürfen. Ich dachte immer, die Würde des Menschen sei unantastbar, aber das gilt wohl nur solange, bis man hilfebedürftig wird....
Seit Ende März haben wir, obwohl wir die (wohl übliche) Belehrung erhalten haben, dass wir alles tun müssen, um wieder in Arbeit zu kommen, nichts gehört. Keine Maßnahme, ein einziges Stellenangebot für meinen Mann. Und Nein, wir verlassen uns da nicht auf die ARGE, wir verlassen uns nicht auf das Arbeitsamt, wir suchen auch selber nach Arbeit. Ist aber wohl auch nicht so einfach....
Seitdem hatte mein Mann allerdings 3 Termine beim Arbeitsamt. Beim ersten haben sie festgestellt, dass sie dort nicht für ihn zuständig seien, da wir ja Zuschuss zum AlG von der ARGE erhalten. De fakto ist auch die ARGE für die Vermittlung zuständig. Der nächste Termin war wieder beim Arbeitsamt, der wurde allerdings kurz davor aufgehoben.
Nun war wieder Termin beim Arbeitsamt, wo man dann erneut festgestellt hat, dass man doch nicht zuständig sei. Ein Anruf bei der ARGE und nach über drei Monaten gibt es tatsächlich das erste Vermittlungsgespräch, Beratungsgespräch oder wie auch immer. Mal schauen, was sich dort ergibt....
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