Heute morgen habe ich als allererstes Strom/Gas überwiesen, da sind wir bereits einen Monat im Rückstand. Die Stadtbeiträge habe ich auch sofort überwiesen, denn wenn man da nicht zahlt, dann wird's richtig teuer. Und auch, wenn man zahlt und die buchen nicht richtig, wird's teuer *immernochsauerbin*... Warum geht bei uns so vieles schief?
Und von dem Restgeld habe ich dann noch Wasser überwiesen, es war zwar nicht mehr der volle Betrag und auch dort sind wir bereits einen Monat im Rückstand, aber besser etwas überweisen, als gar nichts....
Für diesen Monat haben wir uns 200,-- Euro von der Bank geholt. Wie das damit klappen soll, weiß ich noch nicht, muss aber irgendwie....
Und wieder mal wünsche ich mir eine andere Einstellung. Da macht man sich Tag für Tag Gedanken, wie man alles bezahlen kann/soll/muss. Und andere sind da ganz sorglos und zahlen einfach gar nicht, immer frei nach dem Motto "Nach mir die Sintflut".
Vielleicht sollte ich mal den (jetzt) Ex-Arbeitgeber meines Mannes fragen, ob er mir einen Grundkurs gibt in der Kunst der "Nichtzahlung" und "Ignoranz". Aber hinterher will der dafür noch Geld und ich hab keins... Aber macht ja nix, das, was ich in dem Kurs lerne, könnte ich ja direkt bei ihm anwenden...
Donnerstag, 2. Juli 2009
Mittwoch, 1. Juli 2009
*huch*... die Post ist da...
Da sind wir aber wirklich erstaunt... wir mussten nur drei Wochen lang immer wieder anrufen und nachfragen und tatsächlich ist endlich ein Schreiben von der DGB Rechtsschutz rausgegangen wegen der Zahlung der ausstehenden Leistung.
Allerdings, wenn wir uns das Schreiben so anschauen, dann verstehen wir langsam die Aussage, dass der DGB überlastet ist....
Allerdings, wenn wir uns das Schreiben so anschauen, dann verstehen wir langsam die Aussage, dass der DGB überlastet ist....
Dienstag, 30. Juni 2009
....die Geschichte wiederholt sich....
Sind wir bisher vom Arbeitgeber immer wieder wegen der Zahlungen des Lohns vertröstet worden, so werden wir jetzt von der Gewerkschaft vertröstet.
Vor drei Wochen (!!!!) waren wir noch dort zu einem Termin und haben darauf aufmerksam gemacht, dass uns vor allen Dingen der Februarlohn an allen Ecken und Kanten fehlt. Aber die Gewerkschaft wird nicht tätig.... Dann hat man uns bei einem Telefonat versichert, dass eine Mahnung rausgeht - nichts. Dann hieß es in einem Telefonat lapidar: "Haben wir vergessen".... Am Freitag hieß es, dass wir morgen alles im Briefkasten haben. Nichts!
Eigentlich ist alles wie vorher. Nur, dass wir jetzt nicht vom Arbeitgeber vertröstet werden, sondern von der Gewerkschaft. Wie gut, dass wir darin schon Übung haben...
Hätten wir das vorher mal alles gewusst, dann hätten wir die Gewerkschaftsbeiträge lieber in eine gute Rechtsschutzversicherung angelegt.
Vor drei Wochen (!!!!) waren wir noch dort zu einem Termin und haben darauf aufmerksam gemacht, dass uns vor allen Dingen der Februarlohn an allen Ecken und Kanten fehlt. Aber die Gewerkschaft wird nicht tätig.... Dann hat man uns bei einem Telefonat versichert, dass eine Mahnung rausgeht - nichts. Dann hieß es in einem Telefonat lapidar: "Haben wir vergessen".... Am Freitag hieß es, dass wir morgen alles im Briefkasten haben. Nichts!
Eigentlich ist alles wie vorher. Nur, dass wir jetzt nicht vom Arbeitgeber vertröstet werden, sondern von der Gewerkschaft. Wie gut, dass wir darin schon Übung haben...
Hätten wir das vorher mal alles gewusst, dann hätten wir die Gewerkschaftsbeiträge lieber in eine gute Rechtsschutzversicherung angelegt.
Montag, 29. Juni 2009
....wann ist "Morgen"???
Nachdem man am Freitag von Seiten der Rechtsschutzabteilung des DGB versichert hat, wir hätten alles "morgen" in der Post, fragen wir uns "Wann ist morgen?" Immer heute ist der Tag der danach folgt, wieder ein Morgen.
Samstag war nichts in der Post, heute ist nichts in der Post, aber okay, heute ist ja auch nicht morgen.... *Ironie*
Auf Anfrage beim Arbeitsgericht hat man dort gesagt, dass man gar nicht verstehen kann, warum nicht bereits eine Einstweilige Verfügung von Seiten der Gewerkschaft veranlasst wurde.
Vielleicht sollten wir uns das Geld beim Rechtssekretär leihen und ihm sagen, er kriegt es wieder, wenn wir was vom Arbeitgeber kriegen. Vielleicht arbeitet er effizienter, wenn es um seine Taschen geht. Solange die Rechtssekretäre ihr Gehalt pünktlich bekommen, wird es denen sonstwohin vorbeigehen, wie unsere Situation ist. Jedenfalls stellt es sich für uns so dar.
Samstag war nichts in der Post, heute ist nichts in der Post, aber okay, heute ist ja auch nicht morgen.... *Ironie*
Auf Anfrage beim Arbeitsgericht hat man dort gesagt, dass man gar nicht verstehen kann, warum nicht bereits eine Einstweilige Verfügung von Seiten der Gewerkschaft veranlasst wurde.
Vielleicht sollten wir uns das Geld beim Rechtssekretär leihen und ihm sagen, er kriegt es wieder, wenn wir was vom Arbeitgeber kriegen. Vielleicht arbeitet er effizienter, wenn es um seine Taschen geht. Solange die Rechtssekretäre ihr Gehalt pünktlich bekommen, wird es denen sonstwohin vorbeigehen, wie unsere Situation ist. Jedenfalls stellt es sich für uns so dar.
Samstag, 27. Juni 2009
...das ist ja das ungeheuerliche....
Nun wurde ich schon desöfteren gefragt, wann denn die Firma Insolvenz angemeldet hätte.... Hat sie ja nicht!!! Der Firmenbetrieb geht weiter. In welcher Form, das entzieht sich natürlich zum jetzigen Zeitpunkt absolut unserer Kenntnis. Aber Insolvenz wurde keine angemeldet. Wie man das sonst nennt, wenn jemand nicht zahlen kann, das weiß ich nicht. Oder kann er und will nur nicht???
Eines steht nur ganz sicher fest, dass eine Sache immer eine andere nach sich zieht und wenn nicht gezahlt wird, dann müssen wir über kurz oder lang eine Insolvenz anmelden. Denn diese Zeit ohne Geld, die bekommen wir einfach nicht aufgefangen!!!!
Eines steht nur ganz sicher fest, dass eine Sache immer eine andere nach sich zieht und wenn nicht gezahlt wird, dann müssen wir über kurz oder lang eine Insolvenz anmelden. Denn diese Zeit ohne Geld, die bekommen wir einfach nicht aufgefangen!!!!
Freitag, 26. Juni 2009
...und täglich grüßt das Murmeltier...
Auf erneute Nachfrage bei der Gewerkschaft bekamen wir heute zu hören, dass der DGB aufgrund der Wirtschaftskrise überlastet sei. Das wird sicher so sein, hilft uns aber in keinster Weise weiter. Es wurde versprochen, dass morgen alles im Briefkasten sei.
Das schlimmste ist eigentlich, dass einem die Hände so gebunden sind. Man hat kaum Handhabe gegen ein solches Verhalten eines Arbeitgebers. Der ist beleidigt, kündigt, weil man offen auf die Problematik aufmerksam macht. Aber Geld kommt keines. Das muss man sich mal vor Augen halten in der heutigen Zeit, einen kompletten Monat ohne Geld zu sein und den Monat danach nur etwa 1/3 an Unterstützung zu erhalten, von dem, was man sonst zur Verfügung hat.
Da kann man doch nur abrutschen....
Die ersten Mahnungen trudeln ein. Innerlich stellt man sich auf das schlimmste ein, u.a. auch auf den Besuch des Gerichtsvollziehers. Aktuell sind wir dabei, alle Schränke aufzuräumen. Wenn es hier in diesem Haushalt etwas Wertvolles geben sollte, dann wollen wir es vor dem Gerichtsvollzieher finden *schiefgrins*....
Diese Ohnmacht, die man empfindet, angesichts dieser Situation, die kann man nicht beschreiben.
Das schlimmste ist eigentlich, dass einem die Hände so gebunden sind. Man hat kaum Handhabe gegen ein solches Verhalten eines Arbeitgebers. Der ist beleidigt, kündigt, weil man offen auf die Problematik aufmerksam macht. Aber Geld kommt keines. Das muss man sich mal vor Augen halten in der heutigen Zeit, einen kompletten Monat ohne Geld zu sein und den Monat danach nur etwa 1/3 an Unterstützung zu erhalten, von dem, was man sonst zur Verfügung hat.
Da kann man doch nur abrutschen....
Die ersten Mahnungen trudeln ein. Innerlich stellt man sich auf das schlimmste ein, u.a. auch auf den Besuch des Gerichtsvollziehers. Aktuell sind wir dabei, alle Schränke aufzuräumen. Wenn es hier in diesem Haushalt etwas Wertvolles geben sollte, dann wollen wir es vor dem Gerichtsvollzieher finden *schiefgrins*....
Diese Ohnmacht, die man empfindet, angesichts dieser Situation, die kann man nicht beschreiben.
Donnerstag, 25. Juni 2009
Freundlichkeit hat einen Namen
Nachdem wir heute morgen mit Bedenken zu unserem Termin bei der ARGE gegangen sind - und mit Bauchweh meinerseits - muss ich sagen, dass wir allen Befürchtungen entgegen, heute das Gefühl hatten, dass man uns verstanden hat.
Dass wir uns nicht auf Staatskosten bereichern wollen, sondern dass wir bis vor kurzem noch ein Leben hatten, das zwar nicht reich war an Vermögen, aber zumindest hatten wir unser Auskommen und wir sind niemandem zur Last gefallen.
Nach diesem positiven Erleben geht man doch mit einem besseren Gefühl an so manche Sache heran.
Es verbessert unsere finanzielle Situation zum jetzigen Zeitpunkt zwar in keinster Weise, aber der Seele tut es gut, wenn sie mal gestreichelt wird *pathetischgesprochen*....
Dass wir uns nicht auf Staatskosten bereichern wollen, sondern dass wir bis vor kurzem noch ein Leben hatten, das zwar nicht reich war an Vermögen, aber zumindest hatten wir unser Auskommen und wir sind niemandem zur Last gefallen.
Nach diesem positiven Erleben geht man doch mit einem besseren Gefühl an so manche Sache heran.
Es verbessert unsere finanzielle Situation zum jetzigen Zeitpunkt zwar in keinster Weise, aber der Seele tut es gut, wenn sie mal gestreichelt wird *pathetischgesprochen*....
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