Donnerstag, 9. Juli 2009

Es gibt noch nicht einmal Härtefallregelungen bei..

..der gesetzlichen Krankenkasse. Am Montag waren wir da und wollten einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen. Allerdings wird der Lohn, den wir auf dem Papier erhalten haben, in voller Höhe angerechnet. Auf Nachfrage, ob es da keine Härtefallregelung gibt, weil wir das Geld nicht erhalten haben, hieß es, das hätten wir ja auch in Bar bekommen haben können. Es gibt also keine Möglichkeiten, in irgendeiner Form von der Zuzahlung befreit zu werden. Erst, wenn wir den Anteil von ca. 85,00 Euro geleistet haben, sind wir von weiteren Zuzahlungen befreit. Also - keinen Lohn erhalten zu haben, straft einen in jeder Hinsicht. Es ist ja nicht so, dass wir etwas geschenkt haben wollen, aber wenigstens eine vorübergehende Lösung muss es doch geben. Da überlegt man es sich mehr als 50 Mal, ob man wirklich zum Arzt muss oder ob man einfach so weitermacht, als wäre nichts. Irgendwann relativiert sich alles....

Dienstag, 7. Juli 2009

....als ob wir nicht andere Sorgen hätten....

Wir wissen nicht, wie wir das Leben schaffen sollen und die Bundesagentur für Arbeit schreibt uns an, dass wir bis zum 30. Juli Zeit haben, um sie über den Stand des Verfahrens zu informieren, damit die prüfen können, in welcher Höhe Ansprüche auf die Bundesagentur für Arbeit übergegangen sind. Mag ja der übliche Ablauf sein bei denen, aber fragt uns mal einer, wie es aussieht mit unseren Ansprüchen??
Zum Drüberlachen fehlt mir irgendwie gerade der Humor.....

...ob es was bringt...

Gestern abend habe ich mit einem Schreiben begonnen an unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Ob es etwas bringen wird? Wer weiß das schon... Aber es kann doch nicht angehen, dass das Gesetz die Arbeitgeber in dieser Art schützt. Niemand spricht bei diesem Arbeitgeber von Insolvenzverschleppung. Unsere Existenz ist bedroht, wir wissen nicht mehr weiter und dieser Arbeitgeber führt seine Firma weiter, als wäre nichts geschehen. Heute morgen habe ich das Schreiben beendet und bevor ich noch lange überlegen kann, ob es etwas bringt oder nicht, habe ich auch auf Absenden geklickt. Nun bin ich mal gespannt, ob von dort eine Reaktion kommt.
So langsam wissen wir nämlich nicht mehr weiter.......
Sicher ist Politik mehr, als sich um Belange einzelner Bürger zu kümmern. Aber dieses Thema geht viele an. Wie viele werden einfach vom Arbeitgeber nicht mehr bezahlt und bekommen für diesen Ausfall keinerlei Unterstützung. Das darf einfach nicht sein.

Montag, 6. Juli 2009

...die Hoffnung stirbt zuletzt...

Am Freitag war die Frist um, bisher ist noch kein Eingang auf unserem Konto verbucht. Und auch, wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, so glauben wir nicht daran, dass noch etwas verbucht wird. Weder heute, noch morgen, noch übermorgen...
Sollte wider Erwarten doch das Geld kommen, werden wir nur zu gerne unsere Meinung revidieren. Wobei wir ziemlich sicher sind, dass es dazu nicht kommen wird...

Und - so ist es auch.... kein Zahlungseingang. Jetzt geht erst einmal der vollstreckbare Titel nach Berlin, von dort wieder zurück ans hiesige Gericht und dann wird ein Gerichtsvollzieher tätig werden.

In der Zeit können wir weiterhin sehen, wie wir das Loch gestopft bekommen, das wir hinter uns her schleppen....

Soweit das Thema, Deutschland ist ein Sozialstaat und niemand wird hängengelassen.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Gibt es Feen? Ich wünsche mir eine andere Einstellung...

Heute morgen habe ich als allererstes Strom/Gas überwiesen, da sind wir bereits einen Monat im Rückstand. Die Stadtbeiträge habe ich auch sofort überwiesen, denn wenn man da nicht zahlt, dann wird's richtig teuer. Und auch, wenn man zahlt und die buchen nicht richtig, wird's teuer *immernochsauerbin*... Warum geht bei uns so vieles schief?
Und von dem Restgeld habe ich dann noch Wasser überwiesen, es war zwar nicht mehr der volle Betrag und auch dort sind wir bereits einen Monat im Rückstand, aber besser etwas überweisen, als gar nichts....
Für diesen Monat haben wir uns 200,-- Euro von der Bank geholt. Wie das damit klappen soll, weiß ich noch nicht, muss aber irgendwie....
Und wieder mal wünsche ich mir eine andere Einstellung. Da macht man sich Tag für Tag Gedanken, wie man alles bezahlen kann/soll/muss. Und andere sind da ganz sorglos und zahlen einfach gar nicht, immer frei nach dem Motto "Nach mir die Sintflut".
Vielleicht sollte ich mal den (jetzt) Ex-Arbeitgeber meines Mannes fragen, ob er mir einen Grundkurs gibt in der Kunst der "Nichtzahlung" und "Ignoranz". Aber hinterher will der dafür noch Geld und ich hab keins... Aber macht ja nix, das, was ich in dem Kurs lerne, könnte ich ja direkt bei ihm anwenden...

Mittwoch, 1. Juli 2009

*huch*... die Post ist da...

Da sind wir aber wirklich erstaunt... wir mussten nur drei Wochen lang immer wieder anrufen und nachfragen und tatsächlich ist endlich ein Schreiben von der DGB Rechtsschutz rausgegangen wegen der Zahlung der ausstehenden Leistung.
Allerdings, wenn wir uns das Schreiben so anschauen, dann verstehen wir langsam die Aussage, dass der DGB überlastet ist....

Dienstag, 30. Juni 2009

....die Geschichte wiederholt sich....

Sind wir bisher vom Arbeitgeber immer wieder wegen der Zahlungen des Lohns vertröstet worden, so werden wir jetzt von der Gewerkschaft vertröstet.
Vor drei Wochen (!!!!) waren wir noch dort zu einem Termin und haben darauf aufmerksam gemacht, dass uns vor allen Dingen der Februarlohn an allen Ecken und Kanten fehlt. Aber die Gewerkschaft wird nicht tätig.... Dann hat man uns bei einem Telefonat versichert, dass eine Mahnung rausgeht - nichts. Dann hieß es in einem Telefonat lapidar: "Haben wir vergessen".... Am Freitag hieß es, dass wir morgen alles im Briefkasten haben. Nichts!
Eigentlich ist alles wie vorher. Nur, dass wir jetzt nicht vom Arbeitgeber vertröstet werden, sondern von der Gewerkschaft. Wie gut, dass wir darin schon Übung haben...
Hätten wir das vorher mal alles gewusst, dann hätten wir die Gewerkschaftsbeiträge lieber in eine gute Rechtsschutzversicherung angelegt.